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Die Apotheke ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Arzt und Patient. Sie versorgt die Bevölkerung mit allen Medikamenten und steht für kompetente Beratung.
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Beim Umgang mit Medikamenten ist Vorsicht geboten. Bei einigen besteht die Gefahr der Abhängigkeit, andere sind nicht für Kinder oder Schwangere geeignet.
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Rezepte – viele Infos auf kleinstem Raum: zu Arzt, Patient, den Arzneimitteln und dem Kostenträger. Kassenrezepte sind rot, Privatrezepte grün oder blau.
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Stets verfügbar, mit den wichtigsten Medikamenten bestückt und ständig auf Haltbarkeit kontrolliert – eine Hausapotheke leistet schnelle Erste Hilfe.
descriptionBuch mit Brille
Was bedeuten „aut idem“, „Parallelimport“ und „Zuzahlung“? Das Lexikon erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus dem Bereich Arzneimittel und Apotheke.
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Medikamente: Risiken vermeiden

Die gute Wirksamkeit eines Medikamentes ist von entscheidender Bedeutung für den Heilungserfolg. Manchmal wird aber gerade diese Wirksamkeit zum Problem  etwa wenn Schwangere oder Kinder ein Medikament einnehmen. Nicht für jeden Wirkstoff liegen nämlich gesicherte Untersuchungsergebnisse darüber vor, welchen Einfluss er auf das entstehende Leben oder den kindlichen Organismus hat.

Im Überblick



Medikamente in der Schwangerschaft

Während der gesamten Schwangerschaft ist Vorsicht geboten, wenn es um die Einnahme von Medikamenten geht. Bei den wenigsten liegen klare Erkenntnisse darüber vor, ob sie eine schädliche Wirkung auf den Embryo haben. Besonders Medikamente, bei denen „Schwangerschaft“ unter Gegenanzeigen aufgeführt wird, sollten nicht eingenommen oder sofort abgesetzt werden, wenn eine Frau von ihrer Schwangerschaft erfährt. Im Extremfall kann es zu Missbildungen des Kindes kommen wie im Fall Contergan. Auch bei harmlosen Medikamenten kann es in bestimmten Phasen der Schwangerschaft zu Problemen kommen. Daher sollte keine Frau, die ein Kind erwartet, Medikamente auf eigene Faust einnehmen, sondern sich mit ihrem Arzt besprechen oder in der Apotheke nachfragen. Für fast alle Krankheiten gibt es Medikamente, oft Phytopharmaka, die während Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden dürfen.

Gesundes Baby trotz riskanter Therapie

Trotzdem sollte eine betroffene Frau nicht in Panik geraten oder vorschnell an einen Schwangerschaftsabbruch denken: Auch nach einer riskanten Therapie werden 90 Prozent der Kinder gesund geboren. Ruhe bewahren und die Situation mit dem Arzt besprechen, ist hier das beste Rezept. Im Zweifelsfall hilft eine Ultraschall-Feindiagnostik, den Gesundheitszustand des Ungeborenen zu erkennen.

Alternative: Hausmittel in der Schwangerschaft

Gegen häufige Beschwerden in der Schwangerschaft helfen einfache Hausmittel. Bei Kopfschmerzen können Entspannungsübungen und eine kühlende Kompresse Wunder bewirken. Verdauungsprobleme lassen sich durch die Umstellung der Ernährung auf mehr Ballaststoffe verbessern. Achten Sie auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Schwangere haben aufgrund hormonell veränderter Schleimhäute oft eine verstopfte Nase. Hier kann ein salzhaltiges Nasenspray Abhilfe schaffen.
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Medikamente für Kinder

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das gilt auch beim Umgang mit Medikamenten. Daher müssen Eltern hier besondere Sorgfalt walten lassen und spezielle Regeln beachten.

Babys nicht auf eigene Faust behandeln

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte man niemals eigenmächtig Medikamente verabreichen oder die Dosierung verschriebener Medikamente ändern – schon eine einfache Kopfschmerztablette kann ernste Nebenwirkungen hervorrufen. Auch harmlose Medikamente können ein schwerwiegendes Krankheitsbild überdecken, sodass die richtige Behandlung verzögert wird. Sprechen Sie deshalb immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie für Kinder zu einem Medikament greifen.

Medikamente gehören nicht in die Reichweite von Kindern

Eigentlich weiß es ja jeder: Medikamente dürfen niemals in Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Viele Säfte schmecken süß, und Kinder trinken heimlich davon, wenn sie in Griffhöhe stehen. Und sollten Kleinkinder sehen, wie ihr Opa Tabletten nimmt, so kann der Nachahmungstrieb schlimme Folgen haben. Sollte Ihr Kind eigenmächtig ein Medikament eingenommen haben, muss es sofort zum Arzt!

Tipps für Medikamente bei Kindern

Welche Eltern kennen das nicht: Da soll das Kind unbedingt seine Medizin nehmen, aber es macht den Mund nicht auf oder spuckt alles gleich wieder aus. Um den Kleinen Medikamente besser verabreichen zu können, gibt es verschiedene kindgerechte Darreichungsformen – am besten bewährt haben sich Saft, Tropfen ohne Alkoholzusatz oder Zäpfchen. Muss das Arzneimittel geschluckt werden, enthält es oft auch einen für Kinder angenehmen Geschmacksstoff.

Hat der Arzt ein Medikament mit ungewohntem Geschmack verschrieben, so kann man es für die Kinder mit Fruchtsaft, Tee oder Muttermilch mischen – nur muss man hier darauf achten, dass das Fläschchen wirklich leer getrunken wird. Leider dürfen nicht alle Tropfen so verdünnt werden. Dann kann man sie mit einer Pipette verabreichen.
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Medikamente im Straßenverkehr

Ungefähr 20 Prozent aller Verkehrsunfälle gehen auf den Einfluss von Medikamenten zurück. Das kann massive rechtliche Konsequenzen haben: Führerscheinentzug oder den Verlust des Unfall-Versicherungsschutzes. Wer unter Medikamenteneinfluss fährt, handelt fahrlässig – auch wenn er über die negativen Wirkungen des Medikamentes nicht informiert ist. Der Beipackzettel gibt Auskunft, ob das Medikament die Fahrtüchtigkeit beeinflussen kann oder nicht.

Vorsicht bei Medikamenten am Steuer!

Rund ein Fünftel aller Medikamente beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit. Sie haben oft ähnliche Wirkungen wie Alkohol, setzen die Reaktionsgeschwindigkeit und die realistische Einschätzung von Gefahren herab. Hat man beispielsweise nach der Einnahme Schwindelgefühle, ist müde oder kann nicht mehr klar sehen, gilt ganz klar: Hände weg vom Steuer!

Nicht nurPsychopharmaka, Schlaf- oder Beruhigungsmittel wirken sich auf die Fahrtüchtigkeit aus. Auch ein scheinbar harmloser Hustensaft oder Nasentropfen können das Fahrverhalten beeinflussen. Man kann hier vorbeugen, indem man das Medikament erst nach der Fahrt einnimmt oder ein anderes Arzneimittel benutzt. Bei Heuschnupfen ist es außerdem ratsam, sich einen Pollenfilter in den Wagen einbauen zu lassen.
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Süchtig nach Medikamenten

Medikamente weisen nach Nikotin und Alkohol das drittgrößte Missbrauchspotential auf. Nach Angabe der Hauptstelle gegen Suchtgefahren betreiben rund 1,4 Millionen Deutsche Medikamentenmissbrauch. Da es sich um ein Tabuthema handelt, wird eine drohende Abhängigkeit häufig nicht rechtzeitig erkannt – der Weg hinein ist kurz, der Weg hinaus hart und ohne therapeutische Betreuung fast unmöglich.

Mit Schnupfenspray in die Abhängigkeit

Dabei ist nur wenigen bekannt, dass nicht nur verschreibungspflichtige Arzneimittel abhängig machen können, sondern auch Nasentropfen, Abführ- und Schmerzmittel, die ohne Rezept erhältlich sind.

Ist die Nase zu, greifen viele zu Nasentropfen mit gefäßverengenden Wirkstoffen. Nimmt man diese jedoch länger als fünf Tage, vermindert sich die Wirkung, und es kommt zu einer Schädigung der Nasenschleimhaut. Die Folge: eine „trockene“ Nase mit Krusten, Blutungen und eventuell Atembehinderungen. Der Erkrankte meint, noch mehr Nasentropfen zu benötigen. Ein längerer Missbrauch kann sogar zum Verlust des Geruchssinns führen.

Vorsicht bei Abführmitteln

Aloe, Faulbaum oder Rhabarber gelten irrtümlich als milde Abführmittel, da sie ja pflanzlich sind. Dabei sind sie echte Darmputzer. Sie erhöhen das Wasservolumen im Darm, um den Abführeffekt zu erreichen, was aber auch zum Verlust von Natrium- und Kaliumionen führt. Das wiederum verstärkt die Verstopfung. Ein Teufelskreis beginnt. Langfristig können Appetitlosigkeit, Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen hinzukommen. Gehen Sie also auch mit pflanzlichen Abführmitteln vorsichtig um und beachten Sie die Ratschläge Ihres Arztes oder Apothekers.

Kopfschmerzen durch Schmerzmittel

Es klingt paradox, doch mitunter verursachen regelmäßig eingenommene Schmerzmittel Dauerkopfschmerz. Wer den Ursachen seines Leidens nicht auf den Grund geht, meint, immer mehr Schmerzmittel nehmen zu müssen: Die Abhängigkeit ist da. Doch sind Schmerzmittel nicht immer erste Wahl, um Kopfschmerz und Migräne zu lindern. Es gibt Alternativen, die nicht in die Abhängigkeit führen.
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Schwangere Frau
© Shutterstock
Schwangere sollten grundsätzlich vorsichtig mit Medikamenten umgehen. Manche Wirkstoffe können das Baby belasten. Am besten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie ein Arzneimittel einnehmen.
Baby schreit
© Thinkstock
Wenn das Baby krank ist, darf man ihm auf keinen Fall eigenmächtig Medikamente geben. Viele Arzneimittel, die für Erwachsene harmlos sind, können für das Kleine gefährlich sein. Deshalb sollte man immer den Kinderarzt fragen und sich eng an seinen Rat halten.
Autounfall
© iStockphoto
Rund ein Fünftel aller Medikamente können die Fahrtüchtigkeit einschränken. Viele Verkehrsunfälle gehen auf das Konto dieser gefährlichen Nebenwirkung.
Mann fasst sich an die Stirn
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Wer regelmäßig Tabletten gegen Kopfschmerzen einnimmt, kann davon abhängig werden. Besser: Mit dem Arzt nach der Ursache suchen, sie wenn möglich beseitigen und daneben alternative Behandlungsmethoden anwenden – etwa Entspannungsübungen.